Prämonstratenser-Chorherrenstift Schlägl

Aigen-Schlägl

Prämonstratenser-Chorherrenstift Schlägl
Schlägl 1
4160 Aigen-Schlägl
Österreich

Telefon: (+43) (0)7281 8801-0
Fax: (+43) (0)7281 8801-227
E-Mail: ausstellung@stift-schlaegl.at
Website: http://www.stift-schlaegl.at

Ansprechpartner/in: Mag. Stephan Weber

Die erste Gründung des Stiftes Schlägl um das Jahr 1202 wurde von Zisterziensern besiedelt. Die zweite Gründung erfolgte um 1250 mit Prämonstratenser-Chorherren aus Milevsko in Böhmen. 1626 wurde Schlägl beim Bauernaufstand fast völlig zerstört.

Die dreischiffige gotische Hallenkirche wurde beim Wiederaufbau barock ausgestaltet. Von der ursprünglichen Einrichtung sind erhalten die große Orgel von Andreas Putz aus Passau (1634), das kunstvolle Chorgitter (1635) und die Kanzel (1647). Das Chorgestühl und die Altäre stammen aus der Zeit um 1740.

An den Kreuzgang schließt sich eine romanische Krypta mit einer Mittelsäule von 1260, eine Krypta mit gotischem Schüttgewölbe und die ehemalige Turmkapelle mit gotischer Scheinarchitektur um 1410.

Die Gemäldegalerie entstand 1898 und beherbergt eine Auswahl der über 600 Gemälde des Stiftes. Beachtenswert sind die gotischen Altäre und Bildtafeln. Daneben finden sich Bilder mit religiösen Motiven, Landschaften und Stillleben vom 17. Jahrhundert bis etwa 1900.

Die Porträtgalerie mit den Porträts der Mitbrüder ab 1801 umfasst mehr als 200 Bilder und findet sich in dieser Form in keinem anderen Kloster.

Die neubarocke Bibliothek wurde im Jahre 1852 vollendet. Sie umfasst ca.100.00 Bände aus allen Wissensgebieten. Daneben gibt es etwa 240 Handschriften und 190 Inkunabeln, von denen einige in der Bibliothek ausgestellt sind.

Im Zentrum des ehemaligen Kapitelsaales steht die Pieta von Johann Worathaus (1642) und die Marienkrönung von Hans Waldburger (1624). Weiterhin befindet sich dort ein Klostermodell, welches das Stift aus der Zeit nach dem Wiederaufbau nach 1630 zeigt. Eine Sonderheit ist auch die barocke Turmuhr von 1704.

Die Einrichtung der Prälatensakristei stammt aus der Zeit um 1640. Zu sehen sind hier ein gotischer Abtstab von 1490, die Perlenkasel aus der Zeit um 1570, ein Elfenbeinkreuz mit Perlen von 1652, eine Ziborium mit Emaille-Arbeiten aus 1654 und eine Strahlenmonstranz um 1690.

Sammlungsschwerpunkte

Gemäldesammlung von der Gotik bis 20. Jahrhundert
Porträtgalerie der Mitbrüder ab 1801
Handschriften und Inkunabeln
Sakrale Kunst 1490 bis 1900

Besonderheiten

Führungen:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 11.00 und 14.00 Uhr
für Gruppen auch außerhalb dieser Zeiten nach Voranmeldung

Preise: Erwachsene 6,00 €, Gruppe pro Person 5,50 €, Schüler 4,50 €