Diözesanmuseum St. Ulrich

Regensburg

Diözesanmuseum St. Ulrich
Domplatz 2
93047 Regensburg
Deutschland

Telefon: (+49) (0)941 5 16 88 oder 597-2530
Fax: (+49) (0)941 597-2531
E-Mail: museum@bistum-regensburg.de
Website: http://www.bistumsmuseen-regensburg.de

Das Diözesanmuseum ist in der glücklichen Lage, seine Exponate in einem der interessantesten frühgotischen Kirchenbauten Deutschlands zeigen zu können.

Das ursprünglich in den Jahren von 1220 bis 1230 als herzogliche Palastkapelle errichtete Bauwerk dürfte spätestens gegen 1240 seine Funktion als Dompfarrkirche St. Ulrich erhalten haben. Nach mehrjähriger Restaurierung der 1824 profanierten Kirche können seit 1986 die seit Mitte des 19. Jahrhunderts bestehenden Kunstsammlungen des Bistums Regensburg hier präsentiert werden. Gleichzeitig wurde der Raum einer zweiten Nutzung als Stationskirche des Bischöflichen Domkapitels zugeführt und damit eine einzigartige Symbiose von Gottesdienstraum und kirchlichem Museum erreicht.

Im Kirchenraum von St. Ulrich mit seinem Freskenschmuck des 13. bis 16. Jahrhunderts sind in chronologischer Anordnung Kunstwerke des 11. bis 20. Jahrhunderts ausgestellt. Gemälde, Skulpturen und Goldschmiedekunst des Mittelalters werden im Erdgeschoß gezeigt, während die Emporen der Kunst der Renaissance, des Barock und Rokoko sowie des 19. Jahrhunderts gewidmet sind. Die zeitgenössische Kunst fand ihren Platz im Eingangsbereich.

Unter den ca. 250 Objekten ragen die als Leihgabe gezeigten Kirchenschätze der ehemaligen Stifte St. Emmeram, St. Johann und Niedermünster hervor. Bedeutend sind die Hirtenstäbe der hll. Emmeram und Wolfgang aus dem 12. Jahrhundert, ein ebenso altes Ziborium aus Elfenbein sowie die "Wolfgangsmitra" vom Beginn des 13. Jahrhunderts. Besonders sehenswert ist das überlebensgroße Kruzifix über dem Zelebrationsaltar aus der ehemaligen Stiftkirche Obermünster aus der Zeit kurz nach 1200. Ein Höhepunkt der Emailkunst ist das um 1310/20 datierte Reliquiar in Form eines Schmetterlings, des uralten Sinnbildes der unsterblichen Seele. Als ein Hauptwerk der Regensburger Tafelmalerei gilt das Gemälde der "Schönen Maria" von Albrecht Altdorfer aus dem Jahre 1519, das sich im Eigentum des Kollegiatstifts St. Johann befindet. Moderne Skulptur ist durch eine Bronzeplastik des hl. Albertus Magnus (von 1260-1262 Bischof von Regensburg), einem Modell von Gerhard Marcks für die Kölner Universität von 1955, vertreten.

Sammlungsschwerpunkte

Gotische Skulpturen
Graphische Sammlung vom 16. bis 21. Jahrhundert